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"Eve Future Recall"


Kreidler orchestrieren die beseelte Künstlichkeit. Sie spielen mit der Verdoppelung, der Schönheit und dem Kitsch von Mathematik, Zahlenreihen und Digitalität, inszenieren die Sachlichkeit, die Poesie und die Erotik. Im Rücken das Filmwerk von Bach und der Kontrapunkt in der Diskothek. Die Hymne und das Lied. Die Liebe zum Kölner Dom als auch zu Schneider-Eslebens Autogarage in Düsseldorf. Das Obsoletmachen der machtpolitischen Trennung von U- und E-Musik. Die Intensivierung von Denken und Fühlen. Das Transgressive, die Verzauberung und immer wieder Europa: Moderne und Modernität. Das ist Kreidler – Eve Future Recall.

10 Jahre Kreidler
Im Frühjahr 1994 formierten sich Thomas Klein, Andreas Reihse, Detlef Weinrich und der Bassist Stefan Schneider, der einige Jahre später To Rococo Rot mitgründen und dafür Kreidler verlassen sollte; er wurde bis 2001 durch Alex Paulick ersetzt (heute Coloma). Vor Zehn Jahren erschien das erste Album RIVA auf einem kleinen Pariser Label. Bis heute hat Kreidler 16 Tonträger veröffentlicht, remixte 20 Künstler wie Einstürzende Neubauten, Depeche Mode, Faust, Appliance und arbeitete mit Add (N) to X, Young Gods, Momus, Theo Altenberg, Chicks on Speed und vielen anderen Künstlern zusammen. Kreidler spielte mehr als 300 Konzerte quer durch Europa, Asien und Nordamerika. In Technoclubs und Konzerthallen, auf Festivals wie Sonar, Roskilde oder Observatori. Aber auch in Museen und Galerien, wie zum Beispiel bei der Retrospektive von Van Dijk in Antwerpen oder bei den Eröffnungen von Andreas Gursky im New Yorker Museum of Modern Art und im Pariser Centre Pompidou. Kreidler sind vertreten in Künstlerkatalogen wie „Deutsch – Young German Photography“, „Toit du Monde“ oder „Romantik“. Kreidler Videos liefen auf Videoartfestivals in Barcelona, Valencia, Baden-Baden, München u.a. Der Clip zu „Au Pair“ errang 1999 in Oberhausen einen zweiten Platz, wo 2002 der Clip zu „La Casa“ in der Finalrunde des MuVi-Awards war. Kreidler Musik beschallte die Catwalks con Chanel, Lacoste, ist in Dokumentarfilmen zu hören oder im Theater, wie in Eva Meyer-Kellers „Polaroid“ oder Pina Bauschs aktuellem Stück „Ten Chi“.

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